Immobilien

Der Kauf, der Betrieb und das Wohnen in einer Immobilie sind immer mit hohen Kosten  und Erwartungshaltungen verbunden, was naturgemäß zu vielen denkbaren Auseinandersetzungen führen kann.

Konflikte zwischen Wohnungseigentümergemeinschaft und Hausverwalter

In einer Eigentümergemeinschaft kann es manchmal zu Unstimmigkeiten zwischen den Eigentümern und dem Hausverwalter kommen. Hier geht es um Themen wie eine nicht nachvollziehbare oder verspätete Abrechnung, Interessen, die gegenüber dem Bauträger oder Nachbarn vom Hausverwalter durchgesetzt werden sollten, finanzielle oder auch persönliche Themen. Es kann auch sein, dass ein Hausverwalter aufgrund verspäteter oder gar keiner Zahlungen einzelner Eigentümer - bevor er den gerichtlichen Weg einschlägt - eine Mediation vorschlägt. Oftmals kann in der Mediation eine Lösung schneller und kostengünstiger als bei Gericht erzielt werden. Da neben sachlichen Themen auch persönliche Themen behandelt werden, eignet sich die Mediation besonders in den Fällen, in denen auch nachher noch eine freundliche Beziehung unter den Konfliktparteien wünschenswert ist. Dies ist besonders bei Konstellationen zwischen Eigentümern, Hausverwaltern und Mietern der Fall.

Konflikte innerhalb der Wohnungseigentümergemeinschaft

Zwischen Wohnungseigentümern können nervenaufreibende Konflikte entstehen, die besonders brisant sind, wenn die Eigentümer im gleichen Haus wohnen. Doch auch bei räumlicher Trennung gibt es Konfliktpotenzial z.B. bei strittigen Fragen zur Kündigung oder Wahl eines Hausverwalters,  ob Investitionen auf Kosten aller Eigentümer getätigt werden sollen, wie etwa die Erneuerung der Hausfassade oder wie die gemeinschaftliche Nutung des Gartens konkret aussehen soll. Ein Streit kann über unklare oder unzureichend definierte Teilungserklärungen entstehen oder wenn Miteigentümer die Betriebskosten nicht zahlen. Konfliktträchtig ist auch das Thema der Störung des Ruhebdürfnisses durch Lärm.

Oft führen diese Streitigkeiten zu erheblichen psychischen Anspannungen und in weiterer Folge zu verschiedenen Prozessen, weil die Positionen durch Besitzstörungsklagen oder Ehrenbeleidigungsprozesse flankiert werden. Prozessiert man mit Personen, welche man regelmäßig trifft, und mit welchen man weiter in einem Vertrag verbunden ist, kann dies zu unangenehmen Spannungen führen.

In der Mediation soll ein Klima geschaffen werden, in dem alle Beteiligten ihren Standpunkt verdeutlichen können, wobei ein gegenseitiges Verständnis für den jeweils anderen Blickwinkel ermöglicht wird. Dadurch können Vereinbarungen erzielt werden, die in einem Gerichtsverfahren mangels Kreativität oder durch hauptsächliche Konzentration auf die Sachebene, ohne Berücksichtigung der persönlichen Ebene, nicht zu erzielen sind. Wenn jeder seine Interessen gewahrt sieht und niemand als Verlierer aus dem Verfahren herausgeht, ist auch anschließend ein respektvoller Umgang miteinander möglich.

Konflikte zwischen Mieter und Eigentümer

Das Verhältnis zwischen Mieter und Eigentümer birgt in manchen Fragen Streitpotenzial wie z.B. bei Themen zu offenen Mietzahlungen, bei Mängeln innerhalb der Wohnung wie Schimmelbefall oder notwendigen Reparaturen, bei Lärmbeeinträchtigungen oder Streitfragen zur Hausordnung. Mediation kann hier auf außergerichtlichem Wege zu einem tieferen Verständnis der Interessen der anderen Partei führen und so eine schnelle und kostengünstige Lösung herbeiführen, bei der die persönlichen Beziehungen positiv erhalten bleiben oder wiederhergestellt werden. 

Konflikte zwischen Mietern

Streitigkeiten zwischen zwei oder mehreren Mietparteien können zu erheblichen psychischen Anspannungen führen und in weiterer Folge zu verschiedenen Prozessen, weil die Positionen durch Ehrenbeleidigungsprozesse durchgesetzt werden wollen. Prozessiert man mit Personen, welche man regelmäßig trifft, und mit welchen man weiter unter einem Dach wohnt, kann dies zu unangenehmen Spannungen führen.

In der Mediation erhalten alle Beteiligten die Möglchkeit ihren persönlichen Standpunkt  darzustellen, was oft über die reine Sachebene hinaus auf die Beziehungsebene führt . Durch Verdeutlichung der einzelnen Interessen kann Verständnis zwischen den Streitparteien entstehen und  es können Vereinbarungen erzielt werden, bei denen jeder seine Interessen gewahrt sieht. Weil niemand als Verlierer aus dem Verfahren herausgeht, ist anschließend eine respektvolle Begegnung miteinander wieder möglich.

Weitere Informationen speziell zur Immobilienmediation finden

Sie auch unter www.immobilien-mediatoren.de